Europa-Diskussion: Selbstbewusst für Freiheit, Frieden und Wohlstand

Bildtext 1 v.l.n.r.: Lukas Mandl, Stefan Krawielicki, Georg H. Jeitler, Michaela Roither, Bence Rétvári, Barbara Schwarz, Heinrich Wohlmeyer, Franz Rennhofer, Christian Stocker

 

 

Bildtext 2: Die verdiente Ehrenamtliche Brigitte Houdek-Kern (re.) erhielt eine große Ehrung seitens des NÖ Akademikerbundes aus den Händen von Landesobmann Lukas Mandl (Mi.) und Landesgeschäftsführerin Birgitta Haltmeyer (li.)

Europa-Diskussion: Selbstbewusst für Freiheit, Frieden und Wohlstand


Ungarns Staatssekretär Bence Rétvári, Niederösterreichs Europa-Landesrätin Barbara Schwarz, Deutschlands Gesandter Stefan Krawielicki, Industriellenvereingung-Geschäftsführerin Michaela Roither und Wissenschafter Heinrich Wohlmeyer sprachen auf Einladung des Akademikerbundes in Wiener Neustadt vor vollem Saal.


Europa zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ ist der Titel einer Reihe von Veranstaltungen, zu denen der Niederösterreichische Akademikerbund an verschiedene Bildungsstätten im Land einlädt. Den Anfang als Austragungsort machte kurz vor den Energieferien das MedAustron Wiener Neustadt, das international renommierte Krebsforschungs- und -behandlungs-Zentrum im südlichen Niederösterreich. Der Untertitel der Veranstaltungsreihe lautet: „Was haben wir? Was wollen wir? Was verändern wir? Wir kümmern uns um Europa, wo wir daheim sind.“


Europa selbstbewusst mitgestalten


Akademikerbund-Landesobmann Lukas Mandl erklärt: „Gerade als Niederösterreicher und Österreicher haben wir viel zu Europa beizutragen. Wir leben in diesem Kontinent der Freiheit, des Friedens, des Wohlstands. Wir verstehen Europa auch als Heimat. Und diese Heimat möchten wir sehr selbstbewusst mitgestalten. Deshalb diskutieren wir mit Persönlichkeiten aus ganz Europa, woher wir kommen und wohin wir gehen könnten. Die Gesprächspartner bei unseren Podiumsdiskussionen kommen nicht nur aus der Politik, sondern auch aus den Bereichen Kultur, Medien, Religion, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.“

Die Veranstaltung in Wiener Neustadt beschäftigte sich mit den Wurzeln und Quellen des geeinten Europa. Unter dem Titel „Europa für uns – Welche Gefühle und Gedanken beflügelten die Gründergeneration der Integration? Was bedeutet das für uns?“ diskutierten auf dem Podium unter der Leitung von Georg H. Jeitler Ungarns Staatssekretär für Verwaltung und Justiz, Bence Rétvári, Niederösterreichs Europa-Landesrätin Barbara Schwarz, die vor der Diskussion ein viel beachtetes Impulsreferat gehalten hat, der Gesandte der Botschaft Deutschlands in Österreich, Stefan Krawielicki, sowie der Wissenschafter und Publizist Heinrich Wohlmeyer. Viele der mehr als 120 Besucherinnen und Besucher beteiligten sich aktiv an der Diskussion. Unter ihnen waren Franz Rennhofer, Landtagsabgeordneter für den Bezirk Wiener Neustadt, und Christian Stocker, Vizebürgermeister für die Stadt Wiener Neustadt. Auch sie nahmen rege an der Veranstaltung teil.


Gemeinsame Werte, Nähe als Grundlage für Zusammenhalt


Rétvári betonte das bekannte Zitat, dass jemand, der sich gegen das vereinte Europa ausspreche, die Kriegerdenkmäler und Soldatenfriedhöfe, die es im gesamten Kontinent gibt, besuchen sollte. So verstehe man, wie wertvoll der Friede sei, den das vereinte Europa mit sich bringe. Außerdem hob der ungarische Staatssekretär hervor, dass die europäischen Werte, von denen oft die Rede sei als jene Werte, die alle Teile Europas gemeinsam hätten, eigentlich christliche Werte seien. Rétvári sprach sich dafür aus, auf der Basis der christlichen Werte weiterzuentwickeln.

Niederösterreichs Europa-Landesrätin Barbara Schwarz hatte in ihrem Impulsreferat, das einen weiten Bogen von der Geschichte über die Gegenwart in die Zukunft gespannt hatte, die Bedeutung des Friedens erwähnt. Sie erwähnte dann in der Diskussion, dass der EU-Beitritt Österreichs sowohl in wirtschaftlicher als auch in menschlicher Hinsicht ein Gewinn für Niederösterreich gewesen sei. Dazu beigetragen hätten viele grenzüberschreitende Projekte wie die Sprachoffensive in Kindergärten und Schulen, Projekte zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung oder auch touristische Initiativen. „Dadurch kommen sich die Menschen wieder näher und das ist die beste Grundlage dafür, dass wir  zu einem gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum zusammenwachsen“, so Schwarz.


Wirtschaftlicher Zusammenhalt und Innovation


Der Gesandte Stefan Krawielicki gewährte in seinen Ausführungen anhand von historischen Fakten einen tiefen Einblick in die Motive der Gründungsgeneration der Integration Europas, sowie in deren Handlungsschritte. Wichtig für den Frieden sei von Beginn an die wirtschaftliche Zusammenarbeit gewesen, speziell die Kooperation der Industrien der großen Länder Europas. Michaela Roither, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Niederösterreich, widmete sich in ihren Diskussionsbeiträgen besonders dem Stellenwert der Innovation. Diese sei ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung und damit für Wohlstand. Die Freiheiten in Europa würden Innovation fördern, so Roither. Der Wissenschafter Heinrich Wohlmeyer konzentrierte sich auf Fragen der öffentlichen Haushalte.


Regionales und Persönliches am 1. April und am 6. Mai


Die beiden anderen Veranstaltungen in der laufenden Reihe am Abend des 1. April in der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz sowie am Abend des 6. Mai an einer anderen Bildungsstätte in Niederösterreich werden unter die Titel „Wir in Europa“ und „Europa und ich“ tragen. In der zweiten Veranstaltung wird es um die Bedeutung der Regionen innerhalb Europas gehen. In der dritten Veranstaltung wird die Bedeutung der Europäischen Union für jede einzelne Bürgerin und jeden einzelnen Bürger thematisiert. Akademikerbund-Landesgeschäftsführerin Birgitta Haltmeyer informiert: „Wir freuen uns auf tolle Podiumsgäste. Unter ihnen wird am 1. April Alexander Krauß sein. Er ist Mitglied des Landtags von Sachsen. Am 6. Mai wird unter den Podiumsgästen Elisabeth Köstinger sein. Sie vertritt Österreich als Abgeordnete im Europäischen Parlament.“


Ehrenurkunde für Brigitte Houdek-Kern


Im Rahmen der jüngsten Veranstaltung wurde eine besonders verdiente Funktionärin des Niederösterreichischen Akademikerbundes geehrt. Brigtte Houdek-Kern wurde für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Hintergrundarbeit mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Die Veranstaltungs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer beklatschten besonders die Kreativität und den Fleiß von Houdek-Kern, die im Herbst aus dem Akademikerbund-Landesvorstand ausgeschieden war.

 





 
 

Downloads

Rede von Europa-
Landesrätin Schwarz
"Europa für uns" | 28.01.2014
als .pdf zum Download.

 

 

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